200 Kinder haben in dem neu errichteten Hort in Hermsdorf viel Platz zum Lernen und Spielen. Seit wenigen Tagen füllen sie gemeinsam mit den Erziehern das Haus mit Leben, zur offiziellen Einweihung am 29. Januar zeigten aber nicht nur sie Begeisterung. Zahlreiche Gäste – darunter die am Bau Beteiligten, Dorfbewohner und Eltern – waren gekommen, um sich ein Bild zu machen.
Entstanden ist in zweieinhalb Jahren Bauzeit ein zweigeschossiger Neubau mit sechs Gruppenräumen, zwei Hausaufgabenräumen, einem Snoezelraum sowie einem Sprachtherapieraum. Außerdem können eine Kinderküche sowie multifunktionale Bewegungs- und Spielflächen genutzt werden. „Der Snoezelraum ist ein speziell gestalteter, reizarmer Raum zur Entspannung, Therapie und Förderung der Sinne durch Licht-, Klang- und Farbeffekte“, verwies Gemeindebürgermeister Andreas Burger auf eine Besonderheit, die keine andere Einrichtung in der Hohen Börde zu bieten hat.
Ein heimatgeschichtlicher Bezug wurde in den Außenanlagen aufgegriffen. Bunte Farbströme erinnern an Erich Truckenbrodt, Ingenieur und Professor für Strömungsmechanik, der 1917 in Hermsdorf geboren worden ist. In zwei Spielbereichen können die Hortkinder unter anderem einen großen Holzspielturm erobern. Die Bepflanzung und Ausstattung der Außenanlagen müssen noch fertiggestellt werden.
Die Gesamtkosten von 6,15 Millionen Euro hat die Gemeinde Hohe Börde allein gestemmt, da Förderanträge im Rahmen der Städtebauförderung mehrfach abgelehnt worden sind. Etwa 250.000 Euro der Gesamtkosten sind in die kindgerechte Ausstattung des Hortgebäudes geflossen.
Notwendig geworden war der Ersatzneubau, da das alte Hortgebäude einen enormen Sanierungsbedarf aufweist und die Betreuung dort nur über eine Ausnahmegenehmigung möglich war. Die Gruppen- und Waschräume erfüllen nicht die Anforderungen der aktuellen Richtlinie des Landkreises, eine barrierefreie Nutzung des Gebäudes ist nicht möglich.



