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Das Kriegerdenkmal, das seit etwa 100 Jahren im Schatten der Hohenwarsleber Autobahnkirche St. Benedikt an die im Ersten Weltkrieg (1914-1918) gefallenen Helden aus Hohenwarsleben erinnert, soll weiterhin Ort der Trauer und Mahnung sein. Nach einer umfassenden restauratorische Aufarbeitung und Rekonstruktion sowie der Herstellung von neuen Podeststufen erstrahlt es nun im neuen Glanz. Das nahe Umfeld wurde neu gestaltet. Zahlreiche Gäste konnten sich während einer Feierstunde zur Einweihung am 15. Oktober davon überzeugen.
So sind jetzt auch die Namen auf dem Denkmal wieder lesbar. „Die Namen gehörten Menschen aus unserer Mitte“, erklärte Ortsbürgermeisterin Hilke Neuschrank. Diese Menschen seien aus dem Alltag gerissen worden und ihr Tod habe tiefe Wunden in der Gemeinschaft hinterlassen. Nicht zuletzt deshalb soll das Denkmal eine Brücke zwischen der Vergangenheit in Stein und der lebendigen Gegenwart sein – es soll ein Ort des Nachdenkens und des Gespräches zwischen den Generationen sein.
Das wünscht sich auch Gemeindebürgermeister Andreas Burger, denn es sollte ein Anliegen sein, den Frieden zu bewahren und das, was in vielen Jahren und mit viel Geld aufgebaut wurde, zu schützen und zu verteidigen.
Nach nachdenklichen Worten von Pfarrer Michael Schlauraff legten Vertreter der Hohenwarsleber Feuerwehr zum Gedenken einen Kranz am Fuße des Denkmals nieder.
Mehr als viereinhalb Jahre sind seit dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderates zur Sanierung des Kriegerdenkmals vergangen. Nach der denkmalrechtlichen Genehmigung und Zusage auf eine Förderung im Rahmen des LEADER-Förderprogramms „Umsetzung von Vorhaben der ländlichen Entwicklung im Rahmen der Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategien“ konnte im Frühjahr dieses Jahres mit der Restaurierung und später mit der Gestaltung des Umfelds begonnen werden. Die Gesamtinvestition umfasst knapp 63.000 Euro, wobei etwa 41.000 Euro als Fördermittel der Europäischen Union flossen.