Nach der abgeschlossenen barrierefreien Umgestaltung der Zuwegung zur Autobahnkirche St. Benedikt im Jahr 2022, wird nun auch das in den 1920er-Jahren errichtete Kriegerdenkmal saniert. Das Denkmal war in einem schlechten Zustand. Die vertikal aufgestellten Sandsteinplatten mit den eingravierten Namen der im Ersten Weltkrieg Gefallenen waren stark verwittert. Die Platten wiesen Risse auf. Das Umfeld des Denkmals mit der Einfassung aus Lebensbäumen (Thujen) und dem ausgetretenen Erdboden wirkte unwürdig.
Der Gemeinderat der Gemeinde Hohe Börde hat im Februar 2022 einen Grundsatzbeschluss gefasst, das Denkmals sanieren zu lassen. Nachdem die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Flechtinger Höhenzug und Drömling das Projekt im Januar 2025 erfolgreich für eine Fördermittelbeantragung ausgewählt hatte, konnte zwei Monate später der Förderantrag beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF Mitte) eingereicht werden. Der Zuwendungsbescheid wurde im November 2025 erteilt. Die Baumaßnahme kann somit, wie geplant, 2026 umgesetzt werden. Nach erfolgreicher Vergabe der Bauleistungen konnte die Maßnahme Anfang April beginnen.
Die restauratorische Aufarbeitung und Rekonstruktion des Kriegerdenkmals einschließlich der Herstellung von Podeststufen, der Wegedecke und einer bepflanzten Einfassung dient der Erweiterung der kulturellen und touristischen Infrastruktur und steigert die Attraktivität der Gemeinde Hohe Börde.
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf etwa 56.000 Euro. Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union und Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) beteiligt sich mit bis zu 80 Prozent an den öffentlichen Ausgaben.

