Um das 20-jährige Jubiläum der französisch-deutschen Partnerschaft in der Gemeinde Soulaines sur Aubance zu feiern, reiste eine Delegation von Bürgern der Gemeinde Hohe Börde vom 27. August bis zum 1. September nach Frankreich. Bereits auf dem Weg dorthin konnten die Teilnehmer bei einem typisch französischen Mittagessen in einem Landgasthaus in Les Jardins de Melleray Frankreich genießen. Auch eine kurzfristige Besichtigung der Kirche im Ort war möglich.
Bei der Ankunft in Soulaines sur Aubance herrschte bei einigen noch Skepsis wegen der sprachlichen Barriere. Dank digitalem Übersetzer konnte diese aber schnell überwunden werden.
Am nächsten Morgen konnten alle unter Führung von Robert Biagi, Bürgermeister von Soulaines, den Ort erkunden. Anschließend wurde bei einem offiziellen Empfang für die deutschen Gäste die 20-jährige französisch-deutsche Partnerschaft gewürdigt. Am frühen Nachmittag nahmen neben den Vertretern der Partnerschaftsgruppen auch die beiden Bürgermeister Robert Biagi und Andreas Burger (Hohe Börde) an einem Arbeitstreffen teil, bei dem über die mögliche Zusammenarbeit und die Fortsetzung der Partnerschaft gesprochen wurde.
Nach dem Besuch des Weinguts Domaine de Haute-Perche in Saint Melaine sur Aubance stand der Abend im Zeichen des kommunalen Festes „Soulaines fait sa rentrée“. Nach einer Vorführung des Madison Country Clubs aus Briollay waren auch die deutschen Gäste zum Mitmachen aufgefordert. Eine Ausstellung dokumentierte die 20-jährige Partnerschaft. Bis in die Nacht wurde gegessen, gefeiert, gelacht und getanzt.
Bei einem Flohmarkt anlässlich des Sommerfestes waren auch die beiden Partnerschaftsgruppen vertreten. Die Reisenden hatten für den Flohmarkt neben typisch deutschen Gegenständen auch Kostproben des Bäckers Philipp Müller und der Handwerksbrauerei Schütte mitgebracht, die gegen eine Spende zugunsten der Kindertagesstätte „Olbespatzen“ angeboten wurden. Bei der Vorführung eines Schäfers und bei der Einführung in den regionalen Volkstanz war die Gruppe aus der Hohen Börde gern gesehen. Einige nutzten die Gelegenheit, auf dem Flohmarkt Schnäppchen zu erwerben und sich mit regionalen Produkten einzudecken.
Für den Abend hatte die französische Partnerschaftsgruppe als Überraschung ein dreigängiges französisches Menü organisiert.
Ein Besuch des Gutshofs „La Constantinière“ stand am Montag auf dem Programm. Bei einem anschließenden Kochworkshop gab es Baguette mit Zuckerrübensirup der Landfrauen und Kartoffelsuppe mit Würstchen als typisch deutsches Essen zur Verkostung. Nach einem kurzen Abstecher für eine Stadtbesichtigung von Angers und dem traditionellen gemeinsamen Abschiedsessen mit den Gastfamilien startete die Rückreise.
Unter den Mitreisenden waren auch vier Jugendliche, die sich sehr aktiv beteiligt haben. Allen Mitreisenden und speziell den Dolmetschern gilt nochmals der Dank für die Unterstützung und Mitarbeit. Die Jubiläumsfahrt wurde finanziell durch eine Zuwendung des Landes Sachsen-Anhalt, Staatskanzlei und Ministerium für Kultur, ermöglicht.
Es war wieder eine schöne Zeit. Die Partnerschaftsgruppe möchte die Tradition erhalten. Deshalb sind alle Ehemaligen und Interessierten am Freitag, 30. Oktober, um 18 Uhr zu einem Treffen in der Gaststätte „Deutsches Haus“ (Familie Meyer) in Schackensleben eingeladen. Um eine Voranmeldung unter 0171-4713331 (WhatsApp) wird gebeten.
Stephan Dudek, Vorsitzender der Partnerschaftsgruppe in der Hohen Börde
Eine Reise zum 20-jährigen Jubiläum der französisch-deutschen Partnerschaft
