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Das Bild zeigt vier Männer und eine Frau vor der Wappenwand im Rathaus der Gemeinde Hohe Börde
Eric Schwabke (Kinder und Jugendbüro), Christoph Franke (Engagierter), Lisa Schulz (Freiwilligenbüro), Marcel Müller (Schulsozialarbeit) und Andreas Burger (Bürgermeister) (v.l.n.r.) diskutierten Maßnahmen für ein gepflegtes Ortsbild.

Wie können unerlaubte Graffiti und Sticker im öffentlichen Raum reduziert und gleichzeitig attraktive Angebote für Kinder und Jugendliche geschaffen werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich in einer Arbeitsgruppe engagierte Bürger sowie Vertreter der Gemeindeverwaltung, des Kinder- und Jugendbüros, der Schulsozialarbeit und des Freiwilligenbüros.
Dabei wurde deutlich: In der Gemeinde Hohe Börde und insbesondere in Niederndodeleben gibt es schon erfolgreiche Ansätze. Im Rahmen der Ferienangebote des Kinder- und Jugendbüros werden regelmäßig Wände kreativ besprüht. So werden im öffentlichen Bereich bewusst Flächen besetzt und gleichzeitig Möglichkeiten geschaffen, eigene Ideen einzubringen. Außerdem werden Bushaltestellen und andere öffentliche Anlagen durch die Gemeinde Hohe Börde künstlerisch aufgewertet. Ein Gemeindemitarbeiter befreit Straßenlaternen und Haltestellen regelmäßig von Aufklebern und Graffiti.
Ein Beispiel für gelebtes Ehrenamt ist die Patenschaft für den Spielplatz am Bahndamm in Niederndodeleben. Engagierte Eltern reinigen die Anlage regelmäßig und befreien sie von sogenannten Tags. Zum Freiwilligentag fanden sich außerdem gleich drei private Initiativen zusammen, die, unterstützt von Freiwilligenbüro und Gemeinde, Reinigungsaktionen organisierten. Mit Beginn des neuen Schuljahres sollen mit Hilfe der Schulsozialarbeit auch Schüler der Wartbergschule durch eigene Projekte stärker einbezogen und über das Thema „Graffiti im öffentlichen Raum“ aufgeklärt werden.
Zu den weiteren Ideen für die Zukunft gehören zusätzliche Patenschaften für bekannte Problemstellen, die Einrichtung von sogenannten „Freewalls“ für legale Graffitikunst, Gestaltungsprojekte an Bänken oder Mülleimern sowie andere Beteiligungsangebote für Kinder und Jugendliche.
Alle Mitwirkenden waren sich einig: Der langfristige Erfolg dieser Maßnahmen hängt entscheidend vom Engagement der Bürger ab – ob bei Reinigungsaktionen, als Paten für öffentliche Flächen, bei der Betreuung von Jugendprojekten oder mit kreativen Ideen zur Ortsgestaltung.

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich einzubringen, und können sich an das Freiwilligenbüro wenden. Kontakt: Lisa Schulz (schulz2@hohe-boerde.de | 039204 781 512)