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Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen beantragen

Sie haben eine Behinderung oder sind von einer Behinderung bedroht? Dann können Sie zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben Eingliederungshilfe beantragen. Gleiches gilt für die gesetzlichen Vertreter der Betroffenen.

Aufgabe der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist es, Leistungsberechtigten eine individuelle Lebensführung zu ermöglichen und die Teilhabe am Leben der Gesellschaft zu fördern. Dabei steht die Würde des Menschen im Mittelpunkt.

Zu den Leistungen der Eingliederungshilfe gehören insbesondere:

  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation,
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, insbesondere Leistungen im Arbeitsbereich anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen,
  • Leistungen zur Teilhabe an Bildung, insbesondere Hilfen zur Schulbildung im Rahmen der Schulpflicht, zur schulischen Berufsausbildung und zur Hochschulbildung,
  • Leistungen zur Sozialen Teilhabe, hierzu zählen unter anderem Leistungen für Assistenz zur selbstbestimmten und eigenständigen Bewältigung des Alltags, heilpädagogische Leistungen für noch nicht eingeschulte Kinder,  

Bevor Sie Leistungen der Eingliederungshilfe in Anspruch nehmen können, müssen erst alle anderen Leistungen der Sozialleistungsträger (z.B. Krankenkasse, Rentenversicherung, Arbeitsagentur, Unfallversicherung) ausgeschöpft sein.

Kurztext

Personen, die durch eine Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen bedroht sind, erhalten Eingliederungshilfe.

 

Ein Antrag auf Gewährung von Eingliederungshilfe ist beim Landkreis oder bei der kreisfreien Stadt zu stellen.

Sie können den Antrag aber auch bei ihrer Gemeinde oder einem Sozialleistungsträger abgeben. Diese sind verpflichtet, den Antrag an die zuständige Stelle weiterzuleiten.

 

Die Leistung wird frühestens ab dem Monat gezahlt, in dem Sie den Antrag gestellt haben.

 

Es fallen keine Gebühren an.

 

Je nach Sachverhalt benötigen Sie

  • einen Antrag,
  • Nachweis über die Behinderung,
  • Einkommens- und Vermögensnachweise.

Nähere Informationen zu den erforderlichen Unterlagen erhalten Sie vom zuständigen Sozialamt des Landkreises/der kreisfreien Stadt.

 

Siehaben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn Sie

  • nicht nur vorübergehend eine Behinderung haben oder von einer Behinderung bedroht sind
  • nicht ausreichend Einkommen oder Vermögen haben
  • keinen Anspruch auf eine vorrangige Leistungen von Dritten (z.B. von der Rentenversicherung) haben.

Rechtsgrundlage

§§ 53 ff. Zwölftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII)

 

Für die schnellere Bearbeitung der Anträge auf Eingliederungshilfe ist es hilfreich, wenn das Vorliegen einer Behinderung bereits vorab festgestellt wurde.

 


Ansprechpartner

Landkreis Börde - Amt für Soziales und Integration - Sachgebiet Eingliederungshilfe

Triftstraße 9-10
39387 Oschersleben (Bode), Stadt
+49 3904 7240-4150
+49 3904 7240-52666
soziales[at]landkreis-boerde.de

Postanschrift:
39331 Haldensleben, Stadt

Am Standort Haldensleben

Di. 9:00 - 12:00 und 13:00 bis 18:00 Uhr
oder nach Vereinbarung

Am Standort Oschersleben nur nach Vereinbarung!

Quelle der Inhalte: Landesportal ST