Neue Stromtrasse: Gemeinde Hohe Börde gegen Erdverkabelung

Deutlich Stellung bezogen hat die Gemeinde Hohe Börde zur geplanten neuen Starkstromtrasse „Süd-Ost-Link“ in ihrem Gebiet. In einer Stellungnahme wendet sich die Hohe Börde gegen eine Erdverkabelung und setzt sich für eine Nutzung bereits vorhandener Freileitungen ein. Der Gemeinderat hat die Stellungnahme bereits beschlossen.
Grund für den „Süd-Ost-Link“ sind Auswirkungen der Energiewende. Der vor allem Norden Deutschlands produzierte Windstrom muss in die industriellen Verbrauchszentren Süddeutschlands transportiert werden. Im Süden stehen  die meisten Atomkraftwerke in den kommenden Jahrzehnten vor der Abschaltung. Der Energiebedarf muss aber ausgeglichen werden. Vor allem mit Öko-Strom aus dem Norden. Das bisherige Leitungsnetz stößt dabei allmählich an Grenzen. Deshalb soll   eine neue Stromtrasse, der so genannte „Korridor D“, vom Umspannwerk Wolmirstedt – einen der wichtigsten Energieverteilungsknoten im Osten Deutschlands – bis nach Bayern errichtet werden.
In der Hohen Börde soll nach bisherigen Planungen ein aus Richtung Wolmirstedt kommende neue Freileitung in Höhe der A14-Abfahrt Irxleben eine Kabel-Übergabe-Station errichtet werden. Dies ist der Übergang von der neuen Freiluftleitung ins Erdreich. Von der Station bis an die Gemarkungsgrenze von Magdeburg und weiter soll das Starkstromkabel unter der Erde weiter verlegt werden.
Dem wiedersetzt sich die Hohe Börde. Sie will das Meer an Stromleitungen nicht vergrößern verweist in ihrer Stellungnahme auf die Möglichkeit, bereits vorhandene Leitungen und Masten auch für die neue Trasse zu nutzen. Die Gemeinde kritisiert nicht vorgenommene Untersuchungen hinsichtlich der Folgen von Erdverkabelung für den schützenswerten Bördeboden und verweist auf eingehende Proteste von Betroffenen, vor allem von Landwirten.
Die Hohe Börde spricht sich gegen Flächenverbrauch auf ihrem Gebiet aus, der für die Übergabestation und für die Erdverkabelung nötig wäre. Die Landeshauptstadt Magdeburg will Erdverkabelung. Dann solle Magdeburg auch die dafür erforderlichen Flächen in ihrer Gemarkung bereitstellen, heißt es sinngemäß in der Stellungnahme.

Karte mit dem Verlauf der Trasse

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