Das „Digitale Dorf  Hohe Börde“ präsentiert sich in Brüssel

Vortrag in einem Seminarraum

Die Mitglieder des „Demographic Change Regions Network“ (DCRN) tauschten sich am 8. Juli mit Experten aus der Europäischen Kommission  und Vertretern aus Sachsen-Anhalt, Valencia (Spanien) und Alentejo (Portugal) über das Konzept „Smarte Dörfer“ aus. 27 Teilnehmer aus 15 Regionen nahmen teil. Die Hohe Börde war mit Bürgermeisterin Steffi Trittel und Rathausmitarbeiterin Anna Lücke vertreten.
Das informelle DCRN-Netzwerk zielt darauf ab, durch gemeinsame Aktivitäten in Brüssel die vielfältigen Auswirkungen des demografischen Wandels in den Regionen Europas zu beleuchten, sich mit Praktikern aus den Regionen auszutauschen und die Thematik als Priorität in den Europäischen Institutionen zu verankern.
Beata Adamczyk, Referentin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, präsentierte den politischen Rahmen rund um die Themen ländliche Entwicklung und „Smarte Dörfer“. Aktuell laufe eine Status Quo-Analyse in den EU-Mitgliedstaaten. Sie wies darauf hin, dass das Konzept „Smarte Dörfer“ mit anderen Förderlinien kombiniert werden könne, zum Beispiel mit der LEADER-Förderstrategie.
Paul Soto, leitender Referent des Europäischen Netzwerks für ländliche Entwicklung (ENRD) stellte die Ergebnisse der thematischen Arbeitsgruppe „Smarte Dörfer“ vor. Die Digitalisierung sei hier ein Mittel zum Zweck, mit deren Hilfe spezifische lokale Herausforderungen gemeistert werden könnten.
Bürgermeisterin Steffi Trittel überzeugte mit ihrem Gesamtkonzept in der Gemeinde Hohe Börde: Nach der Einrichtung eines Breitbandnetzes für Bürger und Unternehmen und einer 2018 erarbeiteten  sozialraumorientierten Machbarkeitsstudie zur Digitalisierung erfolgt seit Beginn 2019 die Umsetzung des Projekts „Digitales Dorf Hohe Börde – digitaler Kompetenzerwerb für alle Generationen“. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung sowie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt. Neue Projektideen wie ein „Co-Working-Space“ (Teil-Zeit-Büro) oder Angebote der Telemedizin und „SMART-Home“ sind bereits vorhanden – eine passende Finanzierung wird aktuell gesucht.

Weitere Informationen:
Was sind „Smarte Dörfer“?

„Smarte Dörfer“ nutzen informations- und kommunikationstechnische Mittel um Dienstleistungen und die Lebensqualität im ländlichen Raum unter Beteiligung der einheimischen Bevölkerung zu verbessern. Innovative und oft digitale Möglichkeiten bieten sich u.a. in den Themenfeldern Gesundheit, Soziales, Bildung, Energie, Mobilität und Einzelhandel. Gerade im ländlichen Raum werden durch den demografischen Wandel u.a. die Daseinsvorsorge und der soziale Zusammenhalt erschwert. Durch die Förderung der sozialen und digitalen Erneuerung ländlicher Dienstleistungen kann eine ortsspezifische Lösungsstrategie entwickelt werden, die auf lokalen Stärken aufbaut. Eine bessere Vernetzung und Zusammenarbeit von Bürgern, Gemeinden und der lokalen Wirtschaft hilft kreative Ideen und Initiativen zur Wiederbelebung der Grundversorgung in ländlichen Gebieten umzusetzen. Zudem wird die Attraktivität der Gemeinden gesteigert.

Was steckt hinter dem Projekt „Digitales Dorf Hohe Börde – digitaler Kompetenzerwerb für alle Generationen“?
Ansatz: Durch digitale Instrumenten kann Lebensqualität erhöht werden – Voraussetzung ist das Nutzen der Möglichkeiten
Ziel: Altersspezifische Schulung zur Anwendung und Nutzung von Kommunikations- und Informationstechnologien anbieten; Befähigung digitale Instrumente und Systeme souverän zu handhaben und sich in der computerisierten Medienwelt zurecht zu findenAktuelle Angebote:
1.     Schulungen zur digitalen Mediennutzung in allen Dörfern (siehe nebenstehenden Artikel)
2.    Aufbau eines Schulungs-Youtube-Kanals  sowie Aufnahme von Video-Tutorials als Anleitung zur Handhabung mobiler  Endgeräte
3.    telefonische Unterstützungshotline 039204-781116

Geplante Angebote
1.     Bildung von Lern-Tandems  mit Schülern und Senioren durch eine AG an der Sekundarschule
2.    Aufbau eines Bürgerportals zur elektronischen Antragsstellung und einer Ehrenamtsdatenbank mithilfe lokaler Akteure

Kontakt
Gemeinde Hohe Börde
Bürgermeisterin Steffi Trittel
Ortsteil Irxleben
Bördestraße 8
D-39167 Hohe Börde

Telefon: +49 (0) 39204 7810
Fax: +49 (0) 39204 781 450
Hotline 115
Mail: trittel@hohe-boerde.de
Öffnungszeiten
Montag
nach Vereinbarung
Dienstag
 
09:00 - 12:00 Uhr
13:30 - 18:00 Uhr
Mittwoch
nach Vereinbarung
Donnerstag
 
09:00 - 12:00 Uhr
13:30 - 18:00 Uhr
Freitag
09:00 - 12:00 Uhr

Telefonverzeichnis

Wichtige Kontakte, Bereitschaftsdienst, Notrufnummern, Sperrinformationen
Rettung und Feuerwehr 112
Polizei 110
Leitstelle Landkreis Börde 03904 42315
diensthabender Hausarzt 116 117
Zahnärzte
Leistungen
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Sperrungen Magdeburg
Tierheim Wolmirstedt
Störungsmeldung WWAZ

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