Junge Nigerianerinnen zu Besuch im Rathaus

Junge Afrikanerinnen mit ihren drei deutschen Gatsgebern an einer Karte

Zwei junge Nigerianerinnen weilen zurzeit in der Hohen Börde. Die beiden Uni-Absolventinnen sind für acht Wochen zu Gast in der Rottmersleber Agrargesellschaft „Börde“ und wohnen bei Ortsbürgermeister Hans Eike Weitz. Gastgeber und Gäste besuchten nun das Rathaus Hohe Börde.
Nach Besuchen im Landtag und in der Kreisverwaltung war das Rathaus Hohe Börde die dritte Station einer kleinen politischen Rundreise, auf der Hans-Eike Weitz und  AG-Börde-Chef Thomas Seeger die beiden Landwirtschaftspraktikantinnen begleiteten. „Wir wollen zeigen, wie unsere Demokratie funktioniert“, betonte Weitz. Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel führte das Quartett durch die Ratsämter und erkundigte sich im Gespräch nach den Hintergründen des Aufenthalts von Tomiwa Abiri und Seun Olanibi in der Börde. Die zwei jungen Frauen sprechen gut Englisch und passabel Deutsch. Sie sind Teil einer 20-köpfigen nigerianischen Delegation von zumeist studierten Fachleuten aus dem Agrarministerium der Provinz Osun, dem nigerianischen Partnerschaftsgouvernement von Sachsen-Anhalt. Sie weilen auf Einladung des Landes für acht Wochen in verschiedenen landwirtschaftlichen Unternehmen des Landes. Vor allem praktische Kenntnisse in der modernen Agrarwirtschaft, Mechanisierung, Bodennutzung und effektive Tierhaltung stehen dabei im Fokus.
Thomas Seeger weilte vor vier Jahren selbst mit einer Delegation des Landesbauernverbandes in Nigeria und erläutert: „Aufgrund der Erdölvorkommen ist das Land vergleichsweise reich, doch die kleingegliederte Landwirtschaft ist ineffizient und das Land ohne Lebensmitteleinkäufe nicht in der Lage, die eigene Bevölkerung zu ernähren. Die Landwirte produzieren meist nur für den Bedarf ihres Dorfes. Das bereitet Probleme bei einem Bevölkerungswachstum von 2 bis 3 Prozent im Jahr. Noch funktioniert die Ernährung aufgrund der Erdöleinnahmen. Aber auf lange Sicht will Nigeria die Landwirtschaft fit machen, um das Land hinreichend ernähren zu können. Da müssen in der Landwirtschaft gewisse Kreisläufe – in der Viehhaltung, beim Futteranbau, der Wasserhygiene bis hin zur Nutzung von Gülle als Dünger - etabliert werden. Wir geben dieses Wissen als  Hilfe zur Selbsthilfe gern weiter.“
Erster Schwerpunkt war der Einsatz der zwei sympathischen Gäste in der Mastviehhaltung, demnächst geht es in einem Partnerbetrieb für Milchproduktion. „Wir fühlen uns hier prima aufgehoben und lernen viel. Die Deutschen sind sehr nett. In unserer Heimat wollen wir Konzepte für das Landwirtschaftsministerium entwickeln, um die Arbeit auf dem Land zu mechanisieren und zu optimieren.“ In vier Wochen wartet diese Arbeit zu Hause.

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