Stromtrasse nach Bayern könnte durch die Hohe Börde führen

Eine neue Hochspannungsleitung könnte in absehbarer Zeit durch die Gemeinde Hohe Börde führen. Was die Gemeinde und ihre Bürger durch das Projekt erwartet, darüber informierten das ausführende Unternehmen „50 Hertz Transmission GmbH“ während des Unternehmer-Frühstücks der Hohen Börde. Noch ist der genaue Trassenverlauf nicht bekannt.

Experten von „50 Hertz“ hatte sich der Wirtschaftsausschuss Hohe Börde eingeladen, um gemeinsam mit Unternehmern der Gemeinde mehr über die geplante Stromtrasse zu erfahren. Grund für die Pläne sind Auswirkungen der Energiewende, sprich der Ausstieg aus der Atomenergie und der schrittweise Ausbau der Ökostromgewinnung. Der vor allem Norden Deutschlands produzierte Windstrom muss in die industriellen Verbrauchszentren Süddeutschlands transportiert werden. Im Süden stehen zudem die meisten Atomkraftwerke in den kommenden Jahrzehnten vor der Abschaltung. Der Energiebedarf muss aber ausgeglichen werden. Vor allem mit Öko-Strom aus dem Norden.

Das bisherige Leitungsnetz stößt dabei allmählich an Grenzen. Deshalb soll in den kommenden Jahren eine neue Stromtrasse, der so genannte „Korridor D“, vom Umspannwerk Wolmirstedt – einen der wichtigsten Energieverteilungsknoten im Osten Deutschlands ‑ ins bayerische Grundremmingen errichtet werden.

Über die Gründe, technische Details, das Genehmigungsverfahren und die Einbindung der Öffentlichkeit informierten Axel Happe (Projektkommunikation bei 50 Hertz) und Andreas Mötzing, der Leiter des Umspannwerks Wolmirstedt, im Hermsdorfer Mehr-Generationen-Haus.

Derzeit ist der genaue Trassenverlauf noch nicht bekannt. Fest steht bisher nur, dass die Trasse westlich von Magdeburg die Gemeinde Hohe Börde höchstwahrscheinlich Fall durchqueren wird. „Wir wollen deshalb rechtzeitig und offensiv das Verfahren begleiten, um unsere Interessen vom Landwirt über die Unternehmen bis hin zu jedem Bürger zu wahren und uns am Prozess beteiligen“, erklärte Matthias Schwenke, der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses Hohe Börde. In Bayern regt sich seit Monaten Widerstand gegen die Hochspannungstrassen. Dort setzt man auf Alternativen wie den Ausbau von Gaskraftwerken. „Diese bundespolitische Diskussion können wir hier vor Ort nicht beeinflussen. Wir müssen uns aber rechtzeitig vorbereiten, um unsere Interessen zu wahren, für den Fall, dass die Trasse durch unsere Gemeinde gebaut wird“, betonte Schwenke.

Axel Happe von „50 Hertz“ zufolge wird es neun Phasen gegen, an denen die Öffentlichkeit in das Projekt eingebunden wird. Zurzeit prüft die Bundesnetzagentur die energiewirtschaftliche Notwendigkeit des Trassenbaus. „50 Hertz“ wartet auf die Genehmigung. Das gesamte Genehmigungsverfahren steht Happe zufolge erst am Anfang und wird voraussichtlich 3 Jahre dauern. Die Öffentlichkeit werde in sämtliche Phasen eingebunden. Bürger können sich Happe zufolge mit ihren Fragen direkt an „50 Hertz“ wenden.

Kontakt: Bürgertelefon zum „Korridor D“ 0800-58952472, im Internet erfahren Sie mehr unter dem
Link: www.50hertz.com/de/Netzausbau/Projekte/Korridor-D-Gleichstrompassage-Sued-Ost

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