Wir gehören zu Europas Champions League der Dörfer

Gemeinderat mit Preis und Urjunde vor dem RatahausVals (Schweiz)/Hohe Börde. Mit einem  Europäischen Dorfneuerungspreis (EDEP 2014), mit vielen neuen Kontakten und Freundschaften und voller unvergesslicher Eindrücke  ist eine 16-köpfige Delegation aus der Hohen Börde und Sachsen-Anhalt aus dem schweizerischen Vals zurückgehrt. Während eines Festaktes mit den 29 Teilnehmergemeinden aus ganz Europa, Vertretern der Europäischen Arbeitsgemeinschaft für Landentwicklung und Dorferneuerung (ARGE) nahmen Bürgermeisterin Steffi Trittel und der Vorsitzende des Gemeinderates, Albrecht von Bodenhausen, den Preis im Namen aller Ortschaften, aller Akteure und Mitstreiter aus der Hohen Börde entgegen. Gesamtsieger wurde das ungarische Tihany. Die Hohe Börde konnte  sich über den Europäischen Dorferneuerungspreis für besondere Leistungen in mehreren Bereichen der Dorfentwicklung freuen. Das ist die zweithöchste Auszeichnungskategorie. „Damit spielen wir im oberen Mittelfeld  der Champions-League der europäischen Dörfer“, freute sich Bürgermeisterin Trittel und dankte Allen, die an der Präsentation der Hohen Börde  von der Erstellung der Bewerbungsunterlagen bis zum Besuch der EDEP-Jury im Sommer mitgewirkt hatten.

„Was wir in Vals in vielen Gesprächen mit Bürgern, Politikern und Engagierten aus ganz Europa erlebt haben, wird uns noch Jahre begleiten. Davon bin ich fest überzeugt“, betonte Bürgermeisterin Steffi Trittel noch während des Aufenthalts  in der Schweiz. Nach dem Festakt präsentierten sich alle Kommunen an ihren kunterbunten Ständen und luden zu Gesprächen bei kulinarischen Leckerbissen aus ihrer Heimat ein. Zwischen Holunderköstlichkeiten und Radwanderkarten, bei Holunderschnaps und Bördekäse informierten die Repräsentanten aus der Hohen  Börde über ihre Ansätze und Motive, Pläne und Projekte für die gemeindliche Entwicklung in der Zukunft. Alle Vertreter der Hohen Börde betonten vor allem die vielen persönlichen Gespräche als Quelle der zukünftigen Arbeit. „Gerade die Erfahrungen, die andere Gemeinden bei der Bewältigung ihrer meist demografich bedingten Probleme wie  Abwanderung, Arbeitsplätze und Gewerbeansiedlung oder bei Themen wie Tourismus oder Kinderbetreuung in ländlichen Region gemacht haben, können nicht hoch genug eingeschätzt werden“, unterstrich Bürgermeisterin Steffi Trittel. Klaus Kagelmann begleitete  die Hohe-Börde-Delegation als Vertreter sachsen-anhaltischen Landesagrarministeriums . Er erklärte: „Als glühender  Befürworter des Europäischen Gedankens war dieses Erlebnis in Vals eine Sternstunde. Hier haben wir  erlebt, wie sich Menschen über Ländergrenzen hinweg für ein Fortkommen ihrer ländlichen Heimat engagieren, wie sie voneinander  lernen und miteinander Kontakte für eine Zukunft knüpfen, in der alle die Vielfalt, die Besonderheit und die Schönheit des anderen kennen- und schätzen lernen. Eine tolle Veranstaltung, an der unser Bundesland mit der Hohen Börde vorzüglich vertreten gewesen ist.“

Das Land Sachsen-Anhalt hatte die Gemeinde  Hohe Börde für den EDEP 2014 nominiert. Jede Region Europas durfte einen Kandidaten aufstellen. 29  Bewerbergemeinden aus zwölf europäischen Staaten hatten am Endausscheid teilgenommen.   Eine internationale ARGE-Jury hatte die Europäischen Dorferneuerungspreise nach Auswertung der Bewerbungsunterlagen und nach Besuchen in den Teilnehmerkommunen vergeben. Die Gemeinde Hohe Börde war mit ihren 18000 Einwohnern die größte Bewerbergemeinde gewesen. Die Hohe Börde und konnte vor allem mit der stetigen  Wiederbelebung der Ortskerne, dem Bemühen um Identität der Bürger zu ihrer Heimat, mit Bürgerbeteiligungsmodellen, der „Stiftung Leben in der Hohen Börde“  und der Mehr-Generationen-Arbeit  sowie mit der Kinderbetreuung punkten. Auch Aushängeschilder wie das Niederndodeleber Holunderkontor und das öko-soziale Projekt auf dem Caritas-Biohof Gut Glüsig  fanden Erwähnung in der Laudatio der EDEP-Jury.

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