Auf dem Weg zum digitalen Dorf

Im Rahmen der Demografie-Woche Sachsen-Anhalts „Zukunft im Blick“ steht der ländliche Raum im Fokus. Die Gemeinde Hohe Börde ist für viele Menschen Wohn- und Arbeitsort, der viele Traditionen und eine wertvolle Kulturlandschaft hat. Um die Lebensqualität langfristig zu sichern, sind innovative Ansätze gefragt. Bei der Kick-Off Veranstaltung „Digitale Dörfer- lebendige Ortschaften“  wurde am Montag, 14. August, im Kultursaal in Groß Santersleben über die Zukunft der Gemeinde gesprochen. Ein Impulsvortrag verdeutlichte dem Publikum, wie der ländliche Raum in den Bereichen Mobilität, Kommunikation und in der Arbeitswelt von der digitalen Welt profitieren kann. „Durch die Digitalisierung werden neue Arbeitsgebiete geschaffen. Firmen benötigen neue Ressourcen wie beispielsweise mehr Arbeitskräfte, die mit den neuen Technologien arbeiten. Kleine Firmen wachsen und können neue Bereiche, wie Pressestellen schaffen, “ erklärt Innovationsmanager Steffen Jany.
Um die digitalen Möglichkeiten nutzen zu können, ist Hochleistungsinternet nötig. Bereits im März 2018 wird die Firma MDDSL bisher „weiße Flecken“ in Teilbereichen mit mindestens 50 Mbit/s anschließen. „Wenn die 50 Mbit/s vorliegen, dann kann man mit der Sensibilisierung der Senioren beginnen“, erklärt Politiker Manfred Behrens. Damit spricht er das Projekt „Senioren ans Netz“ an. Bürgermeisterin Steffi Trittel fügt hinzu: „Ziel ist es, den Senioren Schulungen zu bieten, damit sie die Programme und Geräte bedienen können.“ Aber auch Ärzte, Vereine, Schulen und Kindergärten benötigen eine schnelle Internetverbindung. 
Auch der wirtschaftliche Bereich profitiert vom Breitbandausbau. „Die Wirtschaft wird aufschreien, wenn Hochgeschwindigkeitsleitungen verfügbar sind. Im Landkreis Börde ist das Thema Breitband das größte Problem“, erläutert Wirtschaftsausschussvorsitzender Andy Zacke. Er fügt hinzu: „Unternehmen werden auf uns nicht aufmerksam, da wir im Bezug auf Breitband nicht so gut erschlossen sind.“ Die Bürger konnten direkt mit Verantwortlichen und Vertretern ins Gespräch kommen. Thematisiert wurden unter anderem die Konflikte der Vertragsgestaltung, da MDDSL als alleiniger Breitbandanbieter auftritt und die Telekom als Festnetzanbieter. Beide Vertreter mussten in der Podiumsdiskussion Rede und Antwort stehen. Ein weiterer Kritikpunkt der Bürger sind die überlasteten Leitungen ab 19 Uhr.
Alle Fragen konnten an diesem Abend nicht geklärt werden. Im direkten Austausch wurden die Ängste, Sorgen und Nöte aufgegriffen, um an den Schwachstellen arbeiten zu können. Das Thema Datensicherheit könnte in naher Zukunft Inhalt in einem Workshop sein, um die Bürger vor Gefahren aufzuklären.

Hier geht´s zum Video von Orts TV Barleben.

Erste Auswertung der Bürgerstimmen (siehe Übersicht 1 und 2)

Wirtschaftsausschussvorsitzender Andy Zacke (von links), Innovationsmanager Dr. Thomas Kauer, Kulturausschussvorsitzender René Stürmer, Innovationsmanager Steffen Jany, Gemeinderatsvorsitzender Jürgen Kebernik, Bürgermeisterin Steffi Trittel, Mitglied im CDU Landesverband Sachsen-Anhalt Manfred Behrens, MDDSL Vertreter Carsten Stave, Telekom Vertreter Andreas Meyer, Praktikantin Lisa Lüdtke und EDV-Koordinatorin Annika Büder.

 

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Gemeinde Hohe Börde
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Ortsteil Irxleben
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Mail: trittel@hohe-boerde.de
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